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08 Apr

Lechner-Brüder starten eigene Rennserie

In Zusam­me­nar­beit mit dem deutschen Sport­wa­gen­her­steller Porsche wer­den die Brüder Robert und Wal­ter Lech­n­er heuer eine eigende Rennserie aus­richt­en — die Porsche Sprint Chal­lenge-Cen­tral Europe“.

Dabei brin­gen die Lech­n­er-Brüder 20 Sport­wa­gen auf die Rennstrecke. Ihren eige­nen Rennstall betreibt die Motor­sport-begeis­terte Fam­i­lie Lech­n­er aus Fais­te­nau (Flach­gau) schon seit Jahrzehn­ten — jet­zt kommt eine eigene Rennserie dazu. Am Woch­enende wurde das rund dreiein­halb Mil­lio­nen Euro teure Pro­jekt offiziell präsentiert.

20 solch­er Sport­wa­gen brin­gen die Brüder für die neue Rennserie auf die Rennstrecke. Sie sind tech­nisch ident, wer­den von den Lech­n­ers betreut und sind so etwas wie Ein­steiger-Ren­nau­tos“ — Porsche GT4, mit 6 Zylin­der Motoren, 420 PS Leis­tung und fast 300 km/​h Spitzengeschwindigkeit.

Voll­w­er­tiges Ren­nau­to, entwick­elt aus der Straße”

Dieses Fahrzeug wurde aus der Straße her­aus entwick­elt, ist aber ein voll­w­er­tiges Ren­nau­to — deshalb auch die Beze­ich­nung GT4. Man nimmt einen Porsche Cay­man als Basis und baut dort ein Ren­n­fahrw­erk und einen Sicher­heit­stank ein. Man hat auch ein elek­tro­n­is­ches Daten­sys­tem und eine Lufthe­bean­lage. Und so entwick­elt sich so ein Fahrzeug zum GT4-Auto“, sagt Wal­ter Lechner.

An fünf Ren­nwoch­enen­den wer­den in fünf Län­dern von einem mehr als bun­ten Teil­nehmer­feld ins­ge­samt 15 Ren­nen gefahren. Da find­en sich Nach­wuchs­fahrer, die aus dem Cart­sport kom­men, eben­so, wie bekan­nte Gesichter und Quere­in­steiger wie Motocross­fahrer Matthias Walkn­er. Ich bin ein ziem­lich­er Ben­z­in­brud­er. Und wenn ich von der Fam­i­lie Lech­n­er schon die Chance bekomme, in so einem läs­si­gen Auto zu fahren, dann muss ich diese Chance schon nutzen“, sagt Walkner.

Neben Ren­n­fahrerl­izenz auch einiges an Geld nötig”

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20 Sportwagen des Typs GT4 bringt die neue Rennserie an den Start
©ORF
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„Ein vollwertiges Rennauto, entwickelt aus der Straße“, sagt Walter Lechner
©ORF
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Für die neue Serie begeis­tert sich aber auch Schaus­piel­er Richy Müller. Ich möchte es schon so pro­fes­sionell wie möglich betreiben, was mit Lech­n­er-Rac­ing gut zu machen ist. Schließlich sind die Jungs durch ihren Vater schon mehrere Jahrzehnte lang im Rennsport und haben auch gute Erfolge gefeiert. Da bin ich am Abend zwar aus­ge­pow­ert, das aber mit einem sehr guten Gefühl“, sagt Müller.

Voraus­set­zung für die Teil­nahme an der Serie ist neben ein­er gülti­gen Ren­n­fahrerl­izenz auch ein solid­er finanzieller Hin­ter­grund. Schließlich kostet eine Sai­son den Fahrer knapp 100.000 Euro, der Rest ist dann Begeisterung.

Robert Lech­n­er: Das macht mich schon stolz“”

Auf ein Ren­nen freuen sich die Organ­isatoren der Rennserie naturgemäß beson­ders, näm­lich das Heim­ren­nen am Salzbur­gring, bestätigt Robert Lech­n­er. Mit dem Salzbur­gring verbinde ich ein­fach so viele pos­i­tive Erin­nerun­gen. Schon als Kind bin ich im Fahrerlager meine ersten Kart-Ren­nen gefahren.

Später habe ich dort meine ersten Formel Ford-Ren­nen und auch Formel Renault-Ren­nen im strö­menden Regen gewon­nen. Und auch mein erstes V8 Star-Touren­ren­nen habe ich — glaube ich — hier gewon­nen, und zwar eben­falls bei strö­men­dem Regen. Und jet­zt hier­her zu kom­men als eigenes Ren­nteam mit ein­er eige­nen Rennserie — also qua­si als Ver­anstal­ter — das macht mich schon stolz”, sagt Robert Lechner.Erstes Ren­nwoch­enende Anfang Mai. Am Sam­stag haben sich alle Fahrer mit den Autos ver­traut gemacht. Das
erste Ren­nwoch­enende ste­ht am 3. und 4. Mai in der Slowakei an.